Märzenbecher und Schneeglöckchen

 
Nach grauen, kalten Wintertagen ist die Freude über jedes Blümchen besonders groß. Zu den bekanntesten ganz zeitigen Frühlingsblühern zählt das Schneeglöckchen. Die „normalen“ Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) beginnen üblicherweise ab Ende Februar zu blühen. Wohl jeder kennt diese reizenden Pflanzen mit ihren drei äußeren Blütenblättern unter dem sich ein Röckchen mit grünen Zeichnungen verbirgt. Besonders schön wirken sie in Massen wie z.B. im Uebigauer Schlosspark. Dass es noch andere Schneeglöckchen gibt, die ab Oktober blühen oder mit sechs Blütenblättern oder mit grün gefärbten oder reinweißen Blüten oder kleine Formen oder vergleichsweise sehr große wollen wir an dieser Stelle unerwähnt lassen. Diese Pflanzen sind ein Fall für sogenannte Galanthomanen.

Etwas später und noch prächtiger blüht der Märzenbecher. Leider ist er deutlich anspruchsvoller als das fast überall wachsende Schneeglöckchen. Der Märzenbecher, auch Fühlingsknotenblume (Leucojum vernum) genannt, ist empfindlich gegen Trockenheit und Hitze. Daher ist er im sonnigen Beet völlig fehl am Platze. Er mag Stellen im Schatten, auf der Nordseite von Gebäuden und da ganz vorzugsweise in der Nähe eines Regenrinnenfallrohres. Wer sich glücklich schätzen darf, einen etwas feuchteren Garten zu besitzen, kann mit Märzendbechern viel Freude haben.

Sogar die Zwiebel der Märzenbecher ist trockenheitsempfindlich. Deshalb sind ab Spätsommer erhältliche oft stark vorgeschädigt oder es handelt sich um die Sommerknotenblume, die solche eine Misshandlung besser übersteht. Idealerweise kauft man sich für den Garten ein blühendes Töpfchen des echten Märzenbechers im März und hofft auf reichliche Aussaat am passenden Standort.

Staudengärtnerei Manig


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